Hilfe bei (sexualisierter) Gewalt und Machtmissbrauch
Du bist nicht allein.Was dir passiert ist, ist nicht deine Schuld – und du musst damit nicht alleine umgehen.
Vielleicht hast du selbst etwas erlebt. Vielleicht hast du mitbekommen, dass es jemandem in deiner Gruppe oder deinem Umfeld nicht gut geht. In beiden Fällen bist du hier richtig.
Auf dieser Seite findest du Informationen, Beratungsangebote und Notfallkontakte – damit du weißt, wohin du dich wenden kannst und was deine nächsten Schritte sein könnten.
Bei der DPSG nehmen wir diese Themen ernst. Wir schauen hin, wir hören zu – und wir stehen an deiner Seite.
Sofortige Hilfe benötigt?
Diese Hotlines sind kostenlos, vertraulich und jederzeit erreichbar.
Definition
Sexualisierte Gewalt:Sexualisierte Gewalt bedeutet: Jemand tut oder sagt etwas Sexuelles – oder schickt etwas Sexuelles –, obwohl die andere Person das nicht möchte oder nicht zugestimmt hat. Das kann durch Berührungen passieren, aber auch durch Worte oder Nachrichten.
Es spielt keine Rolle, ob die Person fremd ist oder jemand, dem du vertraust. Es ist trotzdem nicht okay.
Machtmissbrauch:Machtmissbrauch bedeutet: Jemand nutzt seine Rolle oder seinen Einfluss aus, um andere zu benachteiligen, zu kontrollieren oder zu verletzen – ob als Gruppenleitung, Vorgesetzte oder in einer anderen Vertrauensposition.
Das ist keine Kleinigkeit. Und es ist nicht in Ordnung.
Für Angehörige & Unterstützer*innen
Wenn jemand in deinem Umfeld betroffen ist, ist Zuhören ohne Urteilen das Wichtigste. Glaube der Person und ermutige sie, professionelle Hilfe anzunehmen.
Du hast Möglichkeiten – und du entscheidest.
Die DPSG hat klare Regeln für den Umgang mit Vorfällen sexualisierter Gewalt und Vorällen anderer Gewaltformen. Die Interventionsordnung legt fest, welche Schritte wann zu unternehmen sind und wie Betroffene geschützt werden. Was das konkret für dich bedeutet, erfährst du hier.
Du bist hier richtig - egal in welcher SituationOb du selbst betroffen bist, oder etwas mitbekommen hast und nicht weißt wie du damit umgehen sollst. Beides ist okay - und beides ist ein Grund, sich zu melden. Du musst das nicht alleine tragen.
Deine AnlaufstellenDu kannst selbst wählen, an wen du dich wendest: Externe Ansprechpersonen des Bundes – sie beraten dich vertraulich, erklären dir den Ablauf eines Interventionsverfahrens und begleiten dich dabei. Du entscheidest, mit wem du sprechen möchtest. Im Anschluss informieren sie den Bundesvorstand und den zuständigen Diözesanvorstand.
Das Diözesanbüro – hier kannst du dich auch anonym melden – das bedeutet: ohne deinen Namen oder deinen Stamm zu nennen. Auch hier wählst du selbst deine Kontaktperson. Sie gibt deine Wünsche und das Besprochene an den Diözesanvorstand weiter – damit der Vorstand weiß, was du dir vorstellst und wie es weitergehen soll. Deine Kontaktperson kann dich den gesamten Prozess über begleiten.
Ein Hinweis für MinderjährigeWenn du unter 18 Jahre alt bist, müssen deine Eltern oder Erziehungsberechtigten einbezogen werden. Das besprechen wir aber gemeinsam mit dir – bevor irgendetwas passiert.
Wie geht es weiter?Nach einem ersten Gespräch beraten die Bildungsreferent*innen und der Diözesanvorstand gemeinsam über den Vorfall. Ihr bekommt dann eine Empfehlung für das weitere Vorgehen – möglicherweise wird ein offizielles Interventionsverfahren eingeleitet.
Unsere Ansprechpersonen auf Bundesebene
Daniel und Daniela sind die externen Ansprechpersonen vom Bund.
Unsere Ansprechpersonen im Diözesanbüro
Du erreichst die beiden auch unter praevention@dpsg-essen.de oder intervention@dpsg-essen.de.
Beratung vor Ort, Telefonische oder Online
In ganz Deutschland gibt es spezialisierte Fachberatungsstellen für Betroffene sexualisierter Gewalt.
Beim "Hilfe-Portal Sexueller Gewalt" ist die Beratung kostenlos und auf Wunsch anonym.
Persönlich · Telefonisch · OnlineMedizinische Notaufnahme & Spurensicherung
Nach einer akuten Tat empfiehlt sich eine ärztliche Untersuchung – auch zur vertraulichen Spurensicherung ohne Anzeigenpflicht. Viele Kliniken bieten dies anonym an.
Hier findest du eine Übersicht über teilnehmende Kliniken: Übersicht Kliniken
Kein Anzeigezwang · Vertraulich