LGBTTI*-Stammtisch

30.01.2018 im DiB√ľ Essen

zum Artikel

DiKo XXL

02.-04.02.2018 in Hagen-Rummenohl

zum Artikel

Bausteine 2d 2e - Präventionsschulung

11.02.2018 im DiB√ľ Essen

zum Artikel

Baustein 3f - Planung und Durchf√ľhrung von Ma√ünahmen

03. - 04.03.2018 JBS Rummenohl

zum Artikel

Juffi WBK - ExcaliBluer

09. - 18.03.2018 Butjadingen, Bremerhaven

zum Artikel
###SEARCHBOX###

Die Pädagogik der Roverstufe

Roverinnen und Rover sind unterwegs ‚Äď nicht nur unterwegs zu verschie¬≠denen Orten, sondern auch unterwegs vom Jugendlichen zum Erwachsenen und unterwegs zu sich selbst.

Das spiegelt sich wider in den folgenden sie­ben Punkten, die das Leben in der Roverstufe ausmachen:

Die Roverzeit ist eine einzigartige und wichtige Zeit - sie kommt nie wie¬≠der. Durch Roveraktionen lernen Roverinnen und Rover sich selbst besser kennen, k√∂nnen vielerlei ausprobieren, ihre Grenzen erfahren und mit der Runde √ľber sich selbst hinauswachsen. Diese vier Jahre stecken daher voller Chancen und M√∂glichkeiten. Es gilt sie zu nutzen und zu genie√üen.

F√ľr Roverinnen und Rover ist die Frage nach dem Sinn des Lebens topak¬≠tuell. Sie verkn√ľpfen damit die Suche nach ihrer Form von Spiritualit√§t. Sie gestalten ihren Glauben aus eigenen Kr√§ften und nehmen dabei andere Konfessionen, Religionen sowie philosophische Lebensentw√ľrfe als anre¬≠gend und bereichernd wahr. Dabei akzeptieren Roverinnen und Rover durch ihre Mitgliedschaft die DPSG als katholischen Verband und setzen sich kritisch und gestaltend mit der Kirche auseinander.

16- bis 20-J√§hrige m√ľssen sich mit den Fragen nach Erwerbsarbeit, beruf¬≠licher Zukunft und Ausbildung auseinander setzen. Dabei taucht auch f√ľr Roverinnen und Rover die Frage nach der weiteren Lebensgestaltung auf, sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich. Sie haben in der Rover¬≠ runde die Gelegenheit, sich in dieser Frage mit Menschen in der gleichen Situation oder solchen, die diese Situation schon hinter sich haben, ausein¬≠ander zu setzen. Dar√ľber hinaus bieten auch der Verband und die internati¬≠onale Pfadfinderbewegung M√∂glichkeiten zum Erwerb von Schl√ľsselqualifi¬≠kationen und zur Orientierung auf dem pers√∂nlichen Lebensweg.

Internationale Begegnungen bieten jungen Menschen die Chance, Erfah¬≠rungen zu machen, die ihr Leben pr√§gen. Sie lernen handlungsorientiert ungewohnte und fremde Lebenswege, Berufsm√∂glichkeiten, Kulturen, Men¬≠talit√§ten usw. kennen; die Bandbreite ihrer Denkstrukturen und M√∂glich¬≠keiten erweitert sich gewaltig. Roverinnen und Rover lernen, mit der Welt verantwortlich umzugehen, die Erde global mitzugestalten und Frieden zu leben (nicht nur dar√ľber zu reden). Internationale Begegnungen sind eine der l√§ngsten Traditionen und eine der gr√∂√üten Chancen der Pfadfinderbewe¬≠gung. Die Roverstufe ist durch ihre gr√∂√üeren Mobilit√§tsm√∂glichkeiten und den altersgem√§√üen Abl√∂seprozess die ideale Stufe f√ľr internationale Begeg¬≠nungen ‚Äď ob im In- oder im Ausland. Hier lernen Roverinnen und Rover intensiv und selbstverantwortlich ihre Pers√∂nlichkeit weiterzuentwickeln und ihren Lebensweg zu gestalten, das hei√üt, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.

In der Roverrunde haben Roverinnen und Rover die M√∂glichkeit, quer zu denken, ihre Vorstellungen von einer idealen Welt zu thematisieren und wei¬≠terzuspinnen. Fragen nach G√ľltigkeit, M√§ngeln und Ver√§nderung von Wer¬≠ten, Normen, Rollenverst√§ndnissen, Lebensentw√ľrfen usw. spielen dabei eine gro√üe Rolle. Daraus entstehen Ideen f√ľr Zukunftsbilder, Entw√ľrfe f√ľr menschenw√ľrdigeres Leben, Frieden und Chancengerechtigkeit in der Welt und vor Ort sowie Bewahrung der nat√ľrlichen Lebensgrundlagen. Dazu ist es hilfreich, √∂fter mal den Gruppenraum zu verlassen und die Umgebung zu erkunden. Roverinnen und Rover d√ľrfen es sich erlauben ‚Äď auch ungefragt, einseitig und zugespitzt ‚Äď das zu sagen, was sie denken und was sich andere vielleicht nicht trauen. Zunehmend lernen sie, ihren eigenen Standpunkt zu entwickeln und konstruktiv zu vertreten.

Roverinnen und Rover ermuntern sich gegenseitig, f√ľr ihre idealen Lebensvorstellungen oder gegen Ungerechtigkeiten einzutreten. Dabei suchen sie sich ihre eigenen Formen von gesellschaftlichem Engagement, die sehr vielf√§ltig sein k√∂nnen. Gemeinsam ist diesen, dass sie lust- und ergebnisorientiert sein d√ľrfen. Ausgehend von eigenen Interessen und Bez√ľ¬≠gen bzw. ihrer Selbstverwirklichung mischen sich Roverinnen und Rover als Gruppe in Bereiche ein, in die sie sich allein nicht wagen w√ľrden. Zum gemeinsamen Anpacken bietet sich gerade die Projektmethode als geeignete Handlungsform an. Bei ihrer Form von gesellschaftlichem und politischem Engagement erwerben Roverinnen und Rover Kompetenzen, die sie auch nach ihrer Roverzeit nutzen k√∂nnen.

Roverinnen und Rover haben Spa√ü und genie√üen mit allen Sinnen. Das Leben in der Runde erm√∂glicht ihnen den reflektierten Umgang mit Themen wie Partnerschaft, Sexualit√§t, Alkohol, Drogen usw. Sie begreifen ihren K√∂r¬≠per ganzheitlich als aktiven und sch√ľtzenswerten Teil ihrer Pers√∂nlichkeit: Geist und K√∂rper werden in Bewegung gebracht. Sie sind unterwegs ‚Äď auch mit k√∂rperlicher Anstrengung. Roverrunden entwickeln nicht nur dabei eigene Formen von Stil und Kultur, sondern auch beim gemeinsamen Spie¬≠len, Essen, Feiern und im Umgang miteinander.

Aus der Ordnung der DPSG